Annika Eriksson

Arbeitswelt (2003)

Screening und Gespräch in der Theatiner Filmkunst

Donnerstag, 16. Juli
19:30 Uhr

Anlässlich der aktuellen Ausstellung and order von Annika Eriksson im Kunstverein München wird ihr Werk Arbeitswelt (2003) erneut gezeigt.
Die Arbeit entstand ursprünglich vor dreiundzwanzig Jahren im Auftrag des Kunstvereins für Erikssons erste Einzelpräsentation an der Institution. Ursprünglich vom 11. bis 23. Oktober 2003 als Dreikanal-Videoinstallation im Kunstverein München präsentiert, wird Arbeitswelt hier in einer 50-minütigen Einkanalfassung gezeigt.

Arbeitswelt wurde im Herbst 2002 in den Münchner Büros des Rückversicherungsunternehmens Swiss Re gedreht. Kurz nach der Übernahme des in München ansässigen Rückversicherers Bayerische Rück verlegte das Unternehmen seine Mitarbeiter*innen in eine neu fertiggestellte, voll verglaste Firmenzentrale, deren Architektur die damals vorherrschenden Unternehmensideale von Transparenz und Offenheit widerspiegelte. Die Videoinstallation umfasst Gespräche mit 55 Mitarbeiter*innen, die Eriksson einlud, ihren Lieblingsort im neuen Gebäude zu zeigen, sich selbst und ihre Tätigkeit vorzustellen und darüber zu reflektieren, was der Begriff „Sicherheit“ für sie bedeutet. Gemeinsam zeichnen diese Gespräche ein vielschichtiges Porträt eines Arbeitsplatzes im Wandel, in dem institutionelle Veränderungen weniger durch offizielle Darstellungen als durch die Stimmen, Gewohnheiten und alltäglichen Beobachtungen derjenigen sichtbar werden, die diesen Wandel unmittelbar erleben.

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch zwischen Annika Eriksson und der Kuratorin und Autorin Juliette Desorgues statt.

Die Veranstaltung findet statt in der

Theatiner Filmkunst
Theatinerstraße 32
80333 München

Tickets für die Veranstaltung sind über den folgenden Link erhältlich:
Tickets
Regulär 8 € / Mitglieder und ermäßigt 6 €

Juliette Desorgues ist Kuratorin und Autorin und lebt in Paris. Mit einem Hintergrund in Kunstgeschichte und Kunsttheorie von der University of Edinburgh, der Universität Wien und dem University College London war sie international sowohl freiberuflich als auch an Institutionen kuratorisch tätig. Von 2019 bis 2021 war sie Kuratorin bei MOSTYN in Llandudno, Wales, und von 2013 bis 2017 Associate Curator am Institute of Contemporary Arts in London. Darüber hinaus hatte sie kuratorische Positionen an der Barbican Art Gallery in London und bei der Generali Foundation in Wien inne. Als Autorin hat sie zahlreiche Beiträge veröffentlicht, sowohl in Monografien als auch in Publikationen wie Art Basel Stories, Art Monthly, Frieze, Mousse und Spike. Sie ist Mitglied des Vorstands der Jacqueline de Jong Foundation.

Filmstill: Annika Eriksson, Arbeitswelt, 2003. Courtesy der Künstlerin und Kunstverein München e.V.

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