meine drei lyrischen ichs
Reihe für Lyrik und Kunst – 39. Ausgabe
Mittwoch, 13. Mai 2026
20 Uhr
LYRIK: Liv Thastum (Berlin), Theresa Luserke (Berlin), Sool Park (München)
KUNST: Toni Meyer (München)
Zur ersten Veranstaltung im Jahr 2026 präsentiert die Reihe meine drei lyrischen ichs drei der spannendsten Lyrikdebüts, die in letzter Zeit erschienen sind. Den Raum bespielt wie immer eine künstlerische Arbeit, deren Installation extra für die Veranstaltung konzipiert wurde und die nur für diesen Abend im Kunstverein zu sehen ist.
Aus Berlin kommt Liv Thastum angereist, wo sie 1997 geboren wurde. Sie ist Autorin und Übersetzerin, schreibt auf Deutsch, Dänisch und zwischen den Sprachen. Sie studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, Biel und Berlin. Ihre Texte wurden im deutschen und skandinavischen Raum veröffentlicht und performt. 2026 erschien ihr Debüt åben die erda bei kookbooks.
Theresa Luserke lebt ebenfalls in Berlin. Sie studierte Philosophie und Germanistik in Köln und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig. Daneben arbeitete sie im Spinnboden Lesbenarchiv Berlin mit und für das Digitale Deutsche Frauenarchiv. 2022 war sie Mitbegründerin des Lyrikkollektivs fährten. Seit 2022 ist sie außerdem Teil der Redaktion der Literaturzeitschrift Edit. 2025 erschien ihr erster Gedichtband ist liegt hinterm haus bei roughbooks.
Als in München lebender Autor ist Sool Park zu Gast. Er wurde 1986 in Korea geboren und schreibt Gedichte und Prosa auf Koreanisch und Deutsch. Sein Lyrikband 오토파일럿 (Autopilot) erschien 2025 bei Achimdal in Seoul. Als Lyrikübersetzer überträgt er Texte aus dem Deutschen ins Koreanische – u.a. Novalis, Trakl und Hölderlin – und aus dem Koreanischen ins Deutsche, zuletzt gemeinsam mit Uljana Wolf Kim Hyesoons Autobiographie des Todes (S. Fischer 2025).
Als Künstlerin ist Toni Meyer zu Gast. Sie wurde 1988 in Frankfurt am Main geboren und lebt und arbeitet in München. Sie studierte am Goldsmiths College in London, dem International Center of Photography in New York und an der Universität der Künste in Berlin. Ihre multimediale Praxis umfasst Fotografie, Text, Performance und Video. In ihrer Arbeit nutzt sie digitale Technologien sowohl als Medium als auch als kritisches Werkzeug und verwandelt beobachtete Wirklichkeiten in vielschichtige visuelle Erzählungen. Meyers Werk setzt sich mit den Bedingungen des zeitgenössischen Lebens auseinander, insbesondere mit ökologischen Fragen und den Dynamiken der Konsumkultur im digitalen Zeitalter. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Eintritt: 7/5
Kuration und Moderation: Daniel Bayerstorfer, Tristan Marquardt, Annalena Roters, Nora Zapf
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München.