Dispositiv Workshop
Teil 2: Annika Eriksson
Arbeitswelt
10. Oktober – 23. November 2003
Als zweiten Teil der Serie Dispositiv Workshop zeigt der Kunstverein die Video-Installation Arbeitswelt von Annika Eriksson (Malmö / Berlin). Die Künstlerin präsentiert den Abschluss eines Projektes, für das sie über ein halbes Jahr hinweg mit Beschäftigten der Münchner Niederlassung des Rückversicherers Swiss Re zusammengearbeitet hat. Annika Eriksson bat die Angestellten, sie an einen Ort innerhalb des Firmengebäudes zu führen, der ihnen persönlich wichtig ist. Vor Erikssons Kamera entstanden vielschichtige Portraits der Mitarbeiter, die aus ihrer Perspektive berichten, was das Thema Sicherheit für ihre Arbeit, aber auch für ihr eigenes Leben bedeutet und wie sich diese Bedeutung verändert. Eine besondere Rolle spielt dabei nicht zuletzt die Architektur, die die Menschen umgibt. Mehr als fünfzig Mitarbeiter haben an Erikssons Projekt teilgenommen. Die Aufnahmen, jede von ihnen ein individueller Beitrag, eröffnen Einblicke in die Vielfalt an Aufgaben, Positionen und Meinungen innerhalb des Konzerns, aus denen sich die Gesamtstruktur des Unternehmens zusammensetzt. Was sie zeigen, ist eine Gesellschaft en miniature im Wandel. Im Kunstverein München wird das Projekt als Video-Installation präsentiert (zwei Videos, je 60 Min. Loop), die die Mitarbeiterportaits mit dokumentarischen Filmsequenzen der architektonischen Situation (14 Min. Loop) verbindet. Die Filmpräsentationen der Angestellten werden auch in der Kantine der Swiss Re zu sehen sein.
Installationsansichten: Annika Eriksson, Arbeitswelt, Kunstverein München, 2003. Courtesy Kunstverein München e.V., Fotos: Philip Metz.